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Unsagbar

4. Juni 2008

Mit jedem Lidschlag ändert sich die Sicht;
und ganz am Ende bleibt nichts zu verstehen.
Die Dinge, wie sie sind, durchschaun wir nicht,
weil wir sie nur mit eignen Augen sehen.

Und doch, wir suchen nach dem einen Sinn,
der uns bestimmt, und glauben, ihn zu finden.
Solange bricht sich Widerschein darin,
bis wir am selben Gegenlicht erblinden.

Was wirklich wichtig ist, ist schwer zu sagen
und was zu sagen ist, ist wirklich schwer.
Weil Worte unser Innerstes nicht tragen
und kleiner machen, spricht sie irgendwer.

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9 Kommentare

  1. Aber sind es nicht gerade die Worte, helfen un zu erlösen, wenn wir Unsagbares mit uns herumtragen?
    Danke für das schöne Gedicht! Erinnert mich an einiges… 🙂


  2. Virtuos wie immer!


  3. Kann mich Canela und Pipollina nur anschliessen. Du triffst den Nagelkopf immer ganz genau, man weiss immer gar nicht, was man dazu noch sagen soll. *seufz* Ganz liebe Grüsse!


  4. @pipo:Schließt sich das nicht aus? Unsagbares hat keine Worte. Egal, ich danke dir.

    @Canela: Zenkju

    @Andre: Danke dir, du treue Seele. Ich bin so unbeständig und trotzdem kommst du immer wieder. Ich feu mich und versuche, meine Dinge in Ordnung zu bringen.

    Ganz lieb Grüße euch allen,

    Fabian


  5. Hallo,

    bin gerade über die Seite gestolpert (ich folgte den Links) und gleich das erste Gedicht war… ein Gedicht. Ich suche schon lange nach erbaulichen Seiten – schön, etwas gefunden zu haben.

    Beste Grüße…

    Paul


  6. Vielen Dank, Paul. Freut mich, zu lesen. Magst mir verraten, welchem Link du gefolgt bist? Wäre interessant, zu erfahren, von wo du hier her gekommen bist. War übrigens kurz auf deiner Seite und fand da auch einiges sehr Schönes. Werde mich da auch noch mehr mit beschäftigen, wenn ich die Zeit finde.

    Gruß, Fabian


  7. Ich fand den Link bei Arno Boldt… auch ein schones Blog. Schön, dss es noch andere Blogs mit Lyrik wie meiner (gereimt) gibt.

    Beste Grüße ..

    Paul


  8. Ja, wir sind eine aussterbende Rasse, wenn man die Flut an moderner Lyrik im Netz so sieht.
    Sehe ich auch so, dass es schön ist, wenn man andere Beispiele trifft.

    Gruß, Fabian


  9. Fabian,

    wann kann ich endlich etwas neues lesen?
    Ist die Zeit so knapp, dass die Dichtung darunter leiden muss?
    Das wäre schade.



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