Kennst du das, wenn alles ruht,
und du wach liegst in den Nächten,
weil aus tiefen Kellerschächten
etwas steigt zu dir ins Blut?
Wie ein Wort, das dich beschleicht,
und du kannst es kaum verstehen,
dieses Flüstern, wie ein Flehen,
dass kein Atem dir entweicht.
Angst zerfrisst dich, denn der Geist,
der dich einst an sich gebunden,
sucht und hat dich hier gefunden,
geifert, als er dich umkreist.
Es ist Zahltag, deine Zeit
ist verraten, totgeschlagen,
und man greift dir an den Kragen,
„gleich!“, denkst du, „es ist soweit.“
All die Lügen, all das Gift
pochen, puckern in den Venen,
reißt die Haut auf, Knochen, Sehnen,
wie ein Axtschlag, der dich trifft.
Zweifel haben dich entstellt.
Und aus Scharen von Dämonen
tritt, sich fürstlich zu belohnen,
jener Sohn der Unterwelt.
Hitze schneidet deinen Blick,
Blut spritzt aus den Augenbrauen,
gottverdammte Riesenklauen
brechen grinsend dein Genick!
Doch es tut nie lange weh!
Denn du hörst den Wecker läuten,
schälst dich aus den alten Häuten -
Aspirin schwimmt im Kaffee.
Kennst du das, wenn alles spricht,
und du kannst es nicht mehr hören,
dieses Lallen, Schreien, Schwören,
wo ein Wort ein andres bricht?