
Sommer in der Stadt
29. April 2007Er sitzt nicht da, er kauert auf den Steinen,
das Bier in seiner heimatlosen Hand.
Und eingewickelt in zerfetztes Leinen,
träumt er von Glück und etwas Dosenpfand.
Sie bummelt, schaut verträumt in Fensterläden,
die Sonne brennt und zeichnet sie ins Glas;
auf einem blauen Auge schimmern Fäden,
dann rennt sie heim, weil sie die Zeit vergaß.
Zwei Kinder in den flirrend hohlen Gassen,
im Dunst von Abfall und zu heißem Teer
hat man sie Einbahnstraßen überlassen
und ihre Blicke finden sich nicht mehr.
…ich habe sehr viele süchtige und angeschlagene Menschen angetroffen in meinem letzten Job. Seither bemerke ich den leeren und doch so ruhelosen Blick sehr oft in den Strassen…
…und wenn es ganz junge Menschen sind, die so verzweifelt anzusehen sind, tut es besonders weh im Herzen…
Das sind so meine Gedanken zu diesem Gedicht, das mich als Rilke-Fan irgendwie an den Panther erinnert.
hab lieben Dank, pipollina.
Stimmt. Leer und doch ruhelos ist sehr passend.
Tut mir leid, dass ich so spät antworte, aber es ist sehr viel passiert bei mir, dass mich daran hinderte, hier zu sein. Nicht Böse sein, bitte.
Lieber Gruß, Fabian
Böse? Ich bin froh, ein Lebenszeichen von dir zu lesen! Ich wünsch dir viel Kraft bei all deinen Aufgaben! Liebe Grüsse Pipollina